Getty und die Auskunftsplicht

Hier k√∂nnen Benutzer (anonym) √ľber Ihre Erfahrung mit Getty Images und die konkrete Abmahnung berichten.

Getty und die Auskunftsplicht

Beitragvon Matze am Di 21. Apr 2009, 22:24

So hatte vor fast genau einem Jahr ein Abmahnung von GI bekommen, habe einen RA eingeschaltet und eine modifizierte Unterlassungserklärung geschickt. Soweit, sogut bis jetzt nie wieder was davon gehört. Jetzt hat GI meinen Anwalt angeschrieben, dass wir ne Frist haben um der Verpflichtung der vollständigen und wahrheitsgemäßen Auskunft in Bezug auf die Nutzung des Bildmaterials nachzukommen. Sollten wir dieser Auskunftsplicht nicht nachkommen droht Klage.

Angeblich wurden auch schon 2 Urteile dazu gewonnen, Urteil vom 23.01.2009 und vom 6.03.2009, darin wurde der Auskunftsanspruch sowie der daran gekn√ľpfte Schadensersatzanspruch best√§tigt. Habe im Internet noch nix √ľber die Urteile gefunden. Gibt es noch Erfahrungen dazu??

Werde wohl die Auskunft geben, soweit ich es weiß abba die Zahlung dann trotzdem ablehnen.
Matze
 

Re: Getty und die Auskunftsplicht

Beitragvon M√ľller3 am Mi 22. Apr 2009, 07:33

Auskunft gerne - wenn die nachweisen, Rechteinhaber zu sein - und das können und machen die nicht.

Hoffe nur Dein Anwalt hat die vorbeugende Unterlassungserklärung "ohen Anerkennung einer Rechtspflicht, jedoch rechtsverbindlich" abgegeben und dies unter den Vorbehalt des Nachweises der Rechteinhaberschaft gestellt !
M√ľller3
 

Re: Getty und die Auskunftsplicht

Beitragvon Freddy am Mi 22. Apr 2009, 08:05

Jeder Auskunftsanspruch setzt voraus, dass derjenige der Auskunft will seine Berechtigung nachweist.

Also hinschreiben, dass die Vertr√§ge mit dem Fotograf vorlegen sollen, woraus hervorgeht, dass GI dessen Rechte wahrnehmen darf. Das werden die aber nicht machen, weil die dann offenlegen m√ľssten, wieviel der Fotograf verdient und damit wieviel so ein Foto eigentlich Wert ist ( hier und woanders ist die Rede von 5 USD ! ). Dann aber w√ľrde jedem Gericht einleuchten, dass die Forderungen von 1000 Euro pro Foto icht nur √ľberzogen, sondern sittenwidrig und damit nichtig sind.

Ansonsten noch darauf hinweisen, dass einer Auskunft nat√ľrlich nix mehr im Wege steht, wenn die einen l√ľckenlosen Nachweis f√ľhren :mrgreen:

Schadenersatz k√∂nnen die im √ľbrigen auch erst bei l√ľckenlosem Nachweis verlangen, dass die die Rechte wahrnehmen d√ľrfen.

Also nicht einsch√ľchtern lassen - sondern Nachweise verlangen !

8-)
Freddy
 

Re: Getty und die Auskunftsplicht

Beitragvon Matze am Mi 22. Apr 2009, 23:25

Ne Zahlung werden die nie erhalten von mir das steht fest. Abba an den Nachweis habe ich noch nicht gedacht, hat mich halt gestört dass die 2 Prozesse gewonnen haben wg. der Auskunftserteilung. Abba die können ja auch net jeden verklagen, die haben ja in 2008 mehr wie 10.000 Abmahnungen raus geschickt ...

Hoffe dass die Gerichte mal endlich so wie bei Marions Kochbuch reagieren! In einem aktuellem Urteil von Feb. wurde festgestellt, dass es nur 100 Euro pro Bild gibt und der Abgemahnte die Anwaltskosten nicht zahlen muss der Fotograf schon zuvor zahlreiche Abmahnungen geschickt hat und daher √ľber hinreichende eigene Sachkunde und M√∂glichkeiten zur Verfolgung der unschwer zu erkennenden Verst√∂√üe verf√ľge.
Eine anwaltliche Beratung sei nur insoweit erforderlich, als dass der Anwalt den Rechtsinhaber in einem der gleichgelagerten Fälle berate und ihm gegebenenfalls einen Musterbrief fertige.

Durch die Einschaltung eines Rechtsanwalts im vorliegenden, rechtlich einfachen Fall habe er gegen seine Schadensminderungspflicht verstoßen. Eine solche Wertung stehe auch im Einklang mit der aktuellen höchstrichterlichen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Kostenersatz bei Massenabmahnungen..
Matze
 

Re: Getty und die Auskunftsplicht

Beitragvon Simon am Sa 15. Okt 2011, 22:51

Hallo Matze,
kannst Du bitte sagen, wie Dein Fall weiterging und was Du getan hast?
Herzlichen Dank.
Viele Gr√ľ√üe
Simon
Simon
 


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